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CF vom 01.09.2014, Heft 09 , Seite 345 - 349

Der Halloween-Effekt am deutschen Aktienmarkt

Der Beitrag untersucht die vollständigen Zeitreihen der drei deutschen Indizes DAX, MDAX und SDAX hinsichtlich einer Anomalie, welche auf der "Sell in May"-Hypothese beruht. Die Existenz einer solchen Anomalie steht in einem starken Widerspruch zur These effizienter Kapitalmärkte. Auf Basis der monatlichen stetigen Renditen kann anhand eines Regressionsmodells eine positive, signifikante Überrendite, innerhalb des Zeitraumes von November bis einschließlich April, in allen drei Indizes nachgewiesen werden. Aufgrund eines möglichen Januar-Effekts und einer ungleichen Verteilung starker Negativrenditen über den beobachteten Zeitraum, wird das Regressionsmodell angepasst, was zur Folge hat, dass lediglich im Falle des MDAX ein signifikanter Halloween-Effekt bestehen bleibt. Die Sensitivität des Modells ist als Hinweis auf effiziente Kapitalmärkte zu deuten.

Gliederung

I.Einleitung
II.Literaturübersicht
III.Empirische Studie des deutschen Aktienmarkts
 1.Daten und Methodik
 2.Ergebnisse
 3.Test auf Robustheit
IV.Zusammenfassung
V.Anhang

Einleitung

Seit jeher sind Akteure am Finanzmarkt bestrebt, vermeintliche Ineffizienzen zu identifizieren und sie zu ihrem Vorteil zu nutzen. "Sell in may, but don't forget to come back in november". - Eine der bekanntesten Börsenweisheiten, welche besagt, dass der Markt über die Sommermonate hinweg eine Flaute durchleben wird. Aufgrund dessen solle man Ende Mai seine Aktien verkaufen und zum November hin wieder in den Markt investieren. Als Stichtag gilt der 31. Oktober, weshalb diese Anomalie auch Halloween-Effekt genannt wird. Erstmals lässt sich diese These in einer Financial Times Ausgabe des Jahres 1935 auffinden und dennoch scheint die Anomalie bis zum heutigen Tage präsent zu sein. Immer wieder zeigen Studien auf, dass der Halloween-Effekt eine signifikante Anomalie an den Kapitalmärkten ist.

Das Vorliegen einer solchen Saisonalität am Aktienmarkt steht in einem starken Widerspruch zu der Theorie von effizienten Märkten. Nach Fama zeichnet sich ein effizienter Mark dadurch aus, dass er sämtliche zugängliche Informationen einpreist. Demnach sollten Kalenderanomalien nach und nach verschwinden, sobald sie der Öffentlichkeit bekannt werden.

Die nachfolgende Arbeit untersucht den deutschen Kapitalmarkt hinsichtlich des Halloween-Effekts. Zunächst soll ein ausführlicher Überblick über die bisherige Literatur gegeben werden. Darauf aufbauend analysiert eine empirische Studie das Vorliegen und die Robustheit der Anomalie. Abschließend werden die Ergebnisse kritisch hinsichtlich der Effizienzmarkthypothese hinterfragt.


Informationen zu den Autoren

Ulrich Wessels ist Student am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Finanzdienstleistungen, an der Universität Regensburg.

Prof. Dr. Klaus Röder ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Finanzdienstleistungen, an der Universität Regensburg.


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