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CFB vom 09.07.2012, Heft 05 , Seite 268 - 272, CFB0474632

Zur Relevanz des Enforcements in Deutschland - Der Fall der fehlenden Prognose der Merck KGaA


Gliederung

I.Einleitung
II.Prognoseberichterstattung und Enforcementverfahren
III.Der Fall Merck KGaA
IV.Vergleichende Analyse der Aktienkurse der Merck KGaA und ausgewählter Konkurrenzunternehmen
V.Diskussion

Einleitung

Im Jahr 2008 erregte in Deutschland der Fall des Pharma- und Chemieunternehmens Merck KGaA (im Folgenden: Merck) Aufsehen. Merck verzichtete im Lagebericht 2008 auf die Abgabe einer Prognose für das folgende Jahr - nach dem Wortlaut der einschlägigen Regulierung ein klarer Verstoß. Als Begründung führt das Unternehmen die hohe Dynamik und geringe Beständigkeit von Prognosen an. Ziel dieses Beitrags ist es, die Reaktion des Kapitalmarktes auf die fehlende Prognose des Managements von Merck anhand des Aktienkurses zu betrachten und die Diskussion der Enforcementpraxis zu bereichern. Dabei werden vor allem die Auswirkungen des Enforcementverfahrens und die dadurch bewirkte Fehlerveröffentlichung im Bundesanzeiger betrachtet und analysiert. Aufgrund der empirisch fehlenden Möglichkeit der Aggregation mehrerer solcher Vorgänge erfolgt die Betrachtung in Form einer Kurzfallstudie.

Die wirtschaftliche Lage im Jahr 2008 war geprägt von einer schweren Rezession, deren Ausgangspunkt in der Subprime-Krise 2007 in den USA lag. Da in dieser Krise extreme Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung herrschte, waren viele Unternehmen nicht mehr in der Lage, einen Ausblick für das Jahr 2009 in ihrem Geschäftsbericht abzugeben, wie im internationalen Kontext die Beispiele Unilever, Costco und Union Pacific zeigen. Gerade in Zeiten solch unsicherer Marktbedingungen ist es für Rechnungslegungsadressaten jedoch besonders wichtig, verlässliche und zukunftsgerichtete Informationen zu erhalten, um darauf aufbauend Entscheidungen treffen zu können.


Informationen zu den Autoren

Christian Merz, BSc, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, [email protected] und Prof. Dr. Andreas Wömpener, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Controlling, Universität Duisburg Essen, Bismarckstr. 67, 47057 Duisburg, [email protected]


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