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CFL vom 20.06.2011, Heft 04 , Seite 195 - 201

Bilanzrechtliche Kriterien für die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital

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Der Beitrag stellt die Kriterien für die bilanzielle Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach HGB und IFRS dar. Nach einer kurzen Einführung in Definition und Bedeutung des Eigenkapitalbegriffs in beiden Rechnungslegungssystemen wird die bilanzielle Einordnung einzelner Kapitalbestandteile erläutert; die Darstellung umfasst klassisches gesellschaftsrechtliches Eigenkapital sowie die in der Praxis gängigen eigenkapitalähnlichen Mittel.

Gliederung

I.Einleitung
II.Vorab: Bilanzierung als juristische Tätigkeit
III.Der Begriff des Eigenkapitals im System des HGB und der IFRS
 1.Der Eigenkapitalbegriff des HGB
 2.Der Eigenkapitalbegriff der IFRS
IV."Gesellschaftsrechtliches" Eigenkapital
 1.Kapitalabgrenzung nach HGB
 2.Kapitalabgrenzung nach IFRS
V."Eigenkapitalähnliche" Mittel
 1.Grundsätzliches
 2.HGB
 3.IFRS
VI.Weitere Entwicklungen - Ausblick
VII.Zusammenfassung

Einleitung

Das Begriffspaar Eigen- und Fremdkapital begegnet dem in der Unternehmensfinanzierung tätigen Juristen in unterschiedlichen Bereichen. Ob es um Unternehmensbewertung, Finanzplanung, Bilanzierung und Bilanzanalyse, gesellschaftsrechtliche Kapitalerhaltung oder um regulatorische Anforderungen z.B. im Bankaufsichtsrecht geht, an der Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital kommt man nicht vorbei. Dabei ist allerdings zu beachten, dass sich die inhaltliche Bedeutung des Begriffs "Eigenkapital" in all diesen Bereichen unterscheidet. Für die bilanzielle Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapitral ist entscheidend, dass die bilanzielle Abbildung eines wirtschaftlichen Sachverhalts kein rein technischer Vorgang ist, sondern die Anwendung und Auslegung von Rechtsnormen voraussetzt. Das gilt bei der Bilanzierung nach HGB ebenso wie nach den europarechtlich übernommenen IFRS. Der bilanzrechtliche Eigenkapitalbegriff ist in beiden Fällen ein normativer und daher aus dem Bilanzrecht selbst zu entwickeln.

Die Frage nach der "richtigen" Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital, insbesondere im System der IFRS, ist in den letzten Jahren kontrovers diskutiert worden. Seit der Änderung des IAS 32 durch das IASB im Februar 2008 und der Verabschiedung des RIC 3 durch das deutsche Rechnungslegungs Interpretations Committee (RIC) im März 2010 ist die Debatte allerdings ruhiger geworden. Auch das IASB hat seine Überlegungen zu einer grundlegenden Reform der Kapitalabgrenzung vorübergehend auf Eis gelegt (dazu unter VI.). Die Zeit scheint daher reif für eine Bestandaufnahme.

Aus diesem Anlass gibt der folgende Beitrag einen praxisorientierten Überblick über die für die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach HGB sowie nach IFRS maßgeblichen Kriterien. Um eine systematische Darstellung zu ermöglichen, ist es nötig, mit einer kurzen Einführung in Definition und Bedeutung des Eigenkapitalbegriffs zu beginnen. Anschließend kann die bilanzielle Einordnung einzelner Kapitalbestandteile als Eigen- oder Fremdkapital erläutert werden; die Darstellung umfasst sowohl klassisches "gesellschaftsrechtliches" Eigenkapital - wie Einlagen in Personenhandelsgesellschaften, gezeichnetes Kapital in der AG, etc. - als auch die in der Praxis gängigen sog. "eigenkapitalähnlichen Mittel" - insbesondere Genussrechte und stille Gesellschaften.


Informationen zu den Autoren

Dr. Moritz Pöschke, Dipl.-Kfm., LL.M. (Harvard) ist Rechtsanwalt im Düsseldorfer Büro von Clifford Chance und externer Habilitand am Institut für Gesellschaftsrecht - Abt. 2: Kapitalgesellschaften, Bilanzrecht der Universität zu Köln (Prof. Dr. Joachim Hennrichs).


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