CFB vom 09.01.2012, Heft 01
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DSW Vorstandsvergütungsstudie 2011
Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Controlling der Technischen Universität München hat die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) die Vorstandsvergütung der 30 DAX- sowie der 50 M-DAX-Unternehmen untersucht.
Hauptgegenstand dieser Untersuchung ist, neben der Analyse der Vergütung der DAX- und MDAX-Vorstände, eine Einordnung in den internationalen Kontext.
Die aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Vorstandsvergütung in den DAX-Unternehmen insgesamt auf einem sehr hohen Niveau liegt. Dort stiegen die Bezüge im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 22% auf 2,9 Mio. € je Vorstandsmitglied. Ein Vorstandsvorsitzender verdiente im Schnitt 4,537 Mio. €.
Bei den MDAX-Unternehmen erhielten die Vorstände durchschnittlich 1,552 Mio. € und damit 18% mehr als im Vorjahr. Hier verdiente ein Vorstandsvorsitzender im Schnitt 2,159 Mio. €. Damit liege die Vergütung in Deutschland inzwischen auf einem mittleren Niveau zwischen Frankreich und der Schweiz. Die höchsten Vergütungen würden nach wie vor in den USA gezahlt.
Des Weiteren untersucht die Studie die mit dem Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) eingeführte Möglichkeit der Abstimmung der Hauptversammlung über das Vergütungssystem für den Vorstand. So hätten im Jahr 2010 27 der 30 DAX-Unternehmen ihre Hauptversammlung über das Vergütungssystem abstimmen lassen, wobei dieses meist mit großer Mehrheit gebilligt worden sei. Zwar zeichne sich dieser Trend im Jahr 2011 grundsätzlich auch ab, allerdings hätten in diesem Jahr weniger als die Hälfte der DAX-Unternehmen über das Vergütungssystem abstimmen lassen.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter http://www.dsw-info.de.
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