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CFB vom 10.04.2012, Heft 03 , Seite 117 - 117, CFB0469866

Herausforderungen für Unternehmen in der Wachstumsfinanzierung


Unternehmen gehen weltweit davon aus, dass sie bis 2013 um 3 bis 10% weiter wachsen werden. Doch aufgrund der anhaltenden Eurokrise und der Volatilität der Finanzmärkte fokussieren sich internationale Unternehmen eher auf das Wachstum in den Heimatländern. Auch mögliche politische Richtungsänderungen wie etwa in den USA sowie das Problem der Energieversorgung und der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften spielen bei den Firmen eine wichtige Rolle - vor allem in den USA und Japan. Wachsen wollen Unternehmen allerdings mit bestehenden Produkten und Dienstleistungen. Dies birgt die Gefahr, dass die Innovationskraft der Unternehmen nachlässt. Um das Wachstum voranzutreiben, setzen Firmen auf verschiedene Finanzierungsmittel: Unternehmen aus den USA und Westeuropa greifen auf einen ausgewogenen Mix aus Eigenkapital und Fremdkapital zurück. In Osteuropa spielen Fremdkapitalfinanzierungen außerhalb der Kapitalmärkte eine wichtige Rolle. In Japan stehen zusätzlich Veräußerungen von Unternehmen zusätzlich auf der Agenda. Außerdem achten stark exportierende Unternehmen besonders auf Länderrisiken und nutzen einen Natural Hedge um sich abzusichern. Das sind die Ergebnisse der neuen Studie "Herausforderungen für Unternehmen in der Wachstumsfinanzierung" von Roland Berger Strategy Consultants.

Wachsen möchten Unternehmen hauptsächlich in ihren Heimatregionen mit dem vorhandenen Produktportfolio - allen voran amerikanische (75%) und osteuropäische Firmen (68%). Das bedeutet wiederum, dass Unternehmen in den meisten Fällen nicht vorhaben, ihr Produktportfolio in den nächsten Zeiten zu erneuern. Und dies könnte die Innovationskraft der Unternehmen und ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Lediglich Japan unterscheidet sich bei diesem allgemeinen Trend: Aufgrund der limitierten Wachstumschancen auf ihrem Markt geben 83% der japanischen Unternehmen an, im Ausland mit neuen Produkten wachsen zu wollen. Anders als Firmen aus anderen Regionen, sehen außerdem japanischen Unternehmen gute Wachstumschancen durch Akquisitionen. Unternehmen aus Westeuropa und Amerika haben ihre Finanzierungsbasis nach der letzten Krise deutlich gestärkt. Ihr Cash-Flow aus dem operativen Geschäft ist gestiegen. Dadurch sind sie in der Lage, den Großteil ihres Wachstums aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Die meisten Unternehmen greifen auf die klassischen Finanzierungsinstrumente zurück - neben dem eigenen Cash-Flow spielt daher das klassische Bankdarlehen immer noch die wichtigste Rolle. Bei der Auswahl der Finanzierungsmittel achten Firmen vor allem auf niedrige Zinssätze, auf die geringe Vorlaufzeit sowie auf die hohe Abrufflexibilität der gewählten Finanzierung.

Die Studie können Sie kostenlos downloaden unter http://www.rolandberger.com/pressreleases

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