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CFB vom 09.01.2012, Heft 01 , Seite 6 - 6, CFB0464089

Gründungsneigung in vielen Regionen Deutschlands gesunken


Die Gründungsneigung hat sich im Jahr 2010 in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten abgeschwächt. Der NUI-Indikator liegt 2010 im Durchschnitt aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland bei 158,9, d.h. pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter wurden 159 Gewerbebetriebe neu angemeldet.

Dies ist das Ergebnis des aktuellen NUI Regionenrankings 2010, das die 412 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands nach ihrer Gründungsneigung ordnet. Kern des Rankingverfahrens ist der so genannte NUI-Indikator, der die Zahl der Gewerbeanmeldungen in einer Region ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung dieser Region setzt.

Die Gründungsneigung ist jedoch nicht in allen betrachteten Kreisen und kreisfreien Städten gesunken: So zeigt sich insbesondere in den Regionen der Spitzengruppe, aber auch in denen der Schlussgruppe ein Anstieg der Gründungsneigung im Vergleich zum Vorjahr. Den höchsten Anstieg beim NUI-Wert verzeichnet die Stadt Offenbach a. M. (von 417,8 auf 510,1), die im Jahr 2010 zum fünften Mal in Folge den Spitzenplatz belegt. In der Spitzengruppe sind die Regionen, anders als in der Schlussgruppe, überwiegend gleichgeblieben. Dies macht deutlich, dass das Gründungsgeschehen zweigeteilt ist: Chancenorientierte Gründungen in prosperierenden Räumen mit bereits lebhaftem Gründungsgeschehen einerseits und aus der Not geborene Gründungen in gründungsschwächeren Regionen andererseits. Die regionalen Gründungsdisparitäten sind größer geworden.

Die vollständigen Ergebnisse finden sich unter http://ifm-bonn.de/index.php?id=1044.

© CFB, Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH 2012
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