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CFB vom 10.04.2012, Heft 03 , Seite 141 - 148, CFB0469488

Kapitalmarktreaktionen auf Ankündigungen von M&A-Transaktionen - Eine Ereignisstudie am Beispiel der Unicredit

Es wird für eine europäische Großbank untersucht, welche Kurseffekte die Reaktionen der Kapitalmarktteilnehmer verursacht haben, nachdem sie von einer exemplarischen M&A-Transaktion Kenntnis erhielten. Im Rahmen einer Ereignisstudie kann so gezeigt werden, wie sich die Kurse an solche ex post bekannt gewordenen (Informations-)Ereignisse anpassen. Hierfür werden die Ergebnisse der Studie nicht isoliert, sondern gespiegelt an denen vorheriger empirischer Kapitalmarktforschung abgeleitet. Ausgewählt wurde mit Unicredit eine der größten europäischen Banken, die ihren Sitz zwar außerhalb des deutschsprachigen Raumes, im Zuge ihrer grenzüberschreitenden (Akquisitions-)Strategie jedoch erheblichen Einfluss auch auf den dortigen Wettbewerb hat.

Gliederung

I.Einleitung
II.Untersuchungskonzeption
 1.Marktpreise als Ergebnis menschlichen Wissen und Handelns
 2.Methodik der Event Study
III.Stand der empirischen Forschung zu Werteffekten von Bank-M&As
IV.Fallstudie Unicredit
 1.Spezifikationen und rechnerische Ergebnisse
 2.Kursentwicklungen im Zuge der Übernahme der HypoVereinsbank
Zusammenfassung

Einleitung

Das Handeln eines Menschen wird nicht zuletzt bestimmt durch das Wissen, welches ihm zur Verfügung steht. In dynamischer Perspektive ist daher damit zu rechnen, dass veränderte Wissensbestände Verhaltensanpassungen nach sich ziehen. Auf Märkten manifestiert sich dieses menschliche Wissen und Handeln in den Preisen. Bezogen auf Wertpapiermärkte lässt sich daher fragen, inwiefern das Bekanntwerden bestimmter Ereignisse die Wertpapierkurse beeinflusst. Der vorliegende Aufsatz thematisiert ausgehend davon für einen exemplarischen Fall die Auswirkungen bestimmter außergewöhnlicher Geschehnisse auf die Aktienkurse des betroffenen Bankunternehmens im Rahmen einer Ereignisstudie. Nach einer Darlegung der inhaltlichen und methodischen Grundkonzeption wird dazu zunächst geprüft, welche Kursreaktionen ausgehend von der bisherigen empirischen Forschung zu erwarten wären. Anschließend wird die hieraus gewonnene Hypothese am konkreten Fallbeispiel überprüft. Die Fokussierung auf den Einzelfall erfolgt hierbei im Rahmen einer Ereignisstudie bewusst, da solche neben breit angelegten Vergleichsanalysen notwendig sind, um weniger auf Allgemeingültigkeit als auf die Spezifika von Einzelfällen zielen zu können. Die Sinnhaftigkeit der Verwendung des Fallstudienansatzes ergibt sich in der Gesamtsicht auch aus der Möglichkeit der vergleichenden Betrachtung unterschiedlicher Ereignisse, die das gleiche Unternehmen betreffen. Die Untersuchung folgt insoweit dem Ansatz anderer Ereignis- bzw. Fallstudien, die sich ebenfalls gezielt auf singuläre Transaktionen konzentrieren, da solche Ereignisstudien wichtige Erkenntnisse "über die tatsächliche Wertschaffung entsprechender Transaktionen liefern und damit z.T. im Widerspruch zu den bisherigen Forschungsergebnissen stehen. Für Europa fehlt trotz dieser positiven Erfahrungen jedoch noch gänzlich entsprechende empirische Evidenz". Die damit angesprochene Forschungslücke ist seither erst teilweise geschlossen worden und wird deswegen im Folgenden weiter reduziert.


Informationen zu den Autoren

Dipl.-Kfm. Steffen Hundt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter, Prof. Dr. Andreas Horsch ist Inhaber der Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Investition und Finanzierung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. E-Mail: andreas.horsch@bwl.tu-freiberg.de


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