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FB vom 09.02.2009, Heft 2 , Seite 100 - 104

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions (M&A)

Zahlreiche Studien belegen den direkten Zusammenhang von Unternehmenskultur, d.h. die Art und Weise, wie in einem Unternehmen (zusammen-)gearbeitet wird, und wirtschaftlichem Unternehmenserfolg. In der von Unsicherheit geprägten Sondersituation einer Fusion oder Übernahme (M&A) gewinnt der Umgang mit dem Thema Unternehmenskultur eine elementare Bedeutung für die Erreichung der M&A-Ziele (z.B. Kosten- oder Umsatzsynergien). Die Integration der Unternehmenskulturen ist in diesem Sinne als Querschnittsaufgabe zu verstehen, die sämtliche funktionale Integrationen (z.B. Produktion, Vertrieb, IT) betrifft und die Erreichung der Synergieziele vielfach erst ermöglicht. In dem aktuell durch die Finanzkrise geprägten Marktumfeld wächst der Druck zur zeitgerechten Erreichung der M&A-Ziele. Anhand von Projektbeispielen zeigt der Artikel auf, wie Sie bei der Integration zweier Unternehmenskulturen idealerweise vorgehen. Die zentralen Schritte von der Risikoanalyse über die Planung der Integrationsmaßnahmen bis zur Erfolgsmessung werden praxisnah dargestellt und in zehn goldenen Regeln zusammengefasst.

Gliederung

I.Einleitung
II.Unternehmenskultur als Determinante des Unternehmenserfolgs
III.Rolle der Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions
IV.So wird die Kulturintegration zum Erfolg
 1.Cultural Due Diligence - Die kulturellen Risikofaktoren identifizieren
 2.Die Planung der Kulturintegration und Definition der Zielkultur
 3.Die Umsetzung der Kulturintegration
 4.Die Erfolgsmessung
V.Zusammenfassung

Einleitung

Die internationale Finanzmarktkrise hat auch auf dem weltweiten Markt von Fusionen und Übernahmen (M&A) ihre Spuren hinterlassen. Die Aktivitäten bei M&A sind aufgrund der verschlechterten Marktbedingungen stark gebremst. Zum ersten Mal seit fünf Jahren übersteigt das Volumen der abgesagten Transaktionen wieder das der neu angekündigten.

Ein genauerer Blick in das Marktgeschehen zeigt aber, dass die Finanzkrise in einzelnen Sektoren das Fusions- und Übernahmegeschehen sogar beschleunigt. Hier ragt vor allem der Finanzsektor heraus, wenn auch diese Transaktionen häufig eher kurzfristig geplant bzw. aus der Not heraus geboren sind ("distressed M&A"). Auch in Deutschland ist eine Neuordnung des Bankensektors durch steigende M&A-Aktivitäten wahrscheinlich. Eine weitere Branche mit Potential ist die Pharmabranche. Der hohe Kostendruck lässt auch hier in 2009 hohe Transaktionsvolumina erwarten.

Trotz des derzeitigen Rückgangs von Zusammenschlüssen weltweit zeigt ein Vergleich der bisherigen sechs Transaktionswellen, dass die aktuelle Welle immer noch einen Spitzenplatz bezüglich der M&A-Gesamtvolumina einnimmt.

Stellt man allerdings die Frage nach dem Erfolg von Fusionen und Übernahmen der letzten Jahre, macht sich Ernüchterung breit. Studien belegen, dass nur jede dritte Transaktion zu einer substanziellen Steigerung des Unternehmenswertes führt. Jede zweite Transaktion vernichtet dagegen Wert.

Eine aktuelle Untersuchung von A.T. Kearney zeigt, dass sich in den ersten drei Jahren nach der Transaktion das um konjunkturelle Effekte bereinigte Umsatzwachstum im Schnitt um sechs Prozentpunkte verlangsamt. Die Gewinnzuwächse verringern sich um über 9%, was für den Börsenwert Einbußen von durchschnittlich 2,5 Prozentpunkte bedeutet. Die Beratungsgesellschaft Ernst & Young nennt drei Hauptgründe für das Scheitern von M&A: Falsches Integrationsmanagement, mangelhafte Transaktionsvorbereitung und eine falsche Akquisitionsstrategie.

Die Post-Merger-Integration ist für den Erfolg von M&A entscheidend, denn in dieser Phase sollten die Wertsteigerungen erreicht werden. Trotzdem wird ein zentraler Aspekt dieser Phase häufig vernachlässigt - die Kulturintegration. Koch spricht von einem "der am häufigsten unterschätzten" Erfolgsfaktoren. Ziel dieses Artikels ist es, die Bedeutung kultureller Aspekte für den Erfolg von M&A aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Kulturintegration zu geben.


Informationen zu den Autoren

Silke Grosse-Hornke (Dipl. Kauffrau) ist Geschäftsführerin von Grosse-Hornke Private Consult und berät Unternehmen bei globalen Veränderungsprozessen (z.B. M&A).

Sabrina Gurk (Dipl. Psychologin) ist Senior-Beraterin bei Grosse-Hornke Private Consult und spezialisiert auf das Thema Unternehmenskultur.


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